Montag, 29. August 2016
Genähte Briefumschläge
Die Form von Briefumschlägen ist etwas, das mich seit einiger Zeit faszniniert, und in den letzten Wochen hat sich diese Faszination auch in meinen Nähprojekten manifestiert. Zum einen entstand das oben abgebildete clutch-artige Etui in dem ich Kleinkram aufbewahre, der sonst lose in meinem Leinenbeutel herumfliegen würde, was es häufig schwierig macht, das wiederzufinden was ich gerade brauche.
Auch für Lavendelsäckchen eignet sich die Form, hier nur durch aufgestickte Linien angedeutet, sie werden so zu einem wohlriechenden Gruß aus dem Garten.
Dienstag, 28. Juni 2016
Back was Schönes - Biskuitrolle mit Erdbeer-Limetten Füllung
Da es im Moment reichlich Erdbeeren gibt und ein Biskuitteig schnell gemacht ist habe ich an den letzten zwei Sonntagen diese Biskuitrolle mit Erdbeerfüllung gemacht. In der ersten Woche war sie mir noch ein wenig zu süß und so kam im zweiten Anlauf die Limette ins Spiel. Da gefiel und schmeckte sie mir dann so gut, dass ich Fotos gemacht und das Rezept aufgeschrieben habe, dieses folgt sogleich:
Zutaten
Für den Teig:
- 3 Eier
- 80g Zucker
- 1 Päckchen oder 2 TL Vanillezucker (falls ihr selbstgemachten im Glas habt, was ich nur empfehlen kann :))
- 80g Mehl
- 20g Speisestärke
- 1 gestrichener TL Backpulver
Für die Füllung:
- 250g Quark (20% Fett)
- 1 Becher Sahne
- 2 Sahnesteif
- 70g Puderzucker
- Saft von einer halben bis einer Limette (je nachdem wie süß die Erdbeeren sind und wieviel Säure ihr mögt)
- 1 TL Speisestärke
- 400-450 g Erdbeeren (geht vermutlich auch mit tiefgekühlten, diese natürlich vorher auftauen lassen)
- Puderzucker
- 3-4 halbierte Erdbeeren
Zubereitung:
1. Die Erdbeeren waschen, den Stiel und die Blätter entfernen, abtrocknen und dann auf einen, mit Küchenpapier belegten, Teller legen.
2. Den Quark in einem feinen Sieb abtropfen lassen.
3. Den Backofen auf 200 Grad Celsius (Ober-/ Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
4. Den Biskuitteig zubereiten (Eier 1 Minute schaumig schlagen, Zucker und Vanillezucker dazugeben und weitere 3 Minuten schaumig schlagen, Mehl, Stärke und Backpulver kurz unterrühren).
5. Den Biskuitteig auf das vorbereitete Backblech streichen und etwa 9 Minuten backen.
6. Während der Teig backt ein sauberes Geschirrtuch mit ein wenig Zucker bestreuen, darauf den fertig gebackenen Boden stürzen, mit Geschirrtuch und Backpapier von der Längsseite her einrollen und so abkühlen lassen.
7. Für die Füllung zuerst die Limette auspressen, die gewünschte Menge Saft mit der Speisestärke verrühren bis die Mischung keine Klümpchen mehr enthält und aufkochen (geht auch gut in der Mikrowelle: auf höchster Stufe immer 10-15 Sekunden kochen lassen, dann umrühren, so weiter bis eine zähflüssige Masse entstanden ist). Die Mischung kurz abkühlen lassen.
8. Die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen.
9. Die Limetten-Stärke Mischung (muss nicht völlig abgekühlt sein) unter den Quark rühren und das Ganze in den Kühlschrank stellen.
10. Die Erdbeeren in kleine Stifte schneiden.
11. Sahne, Quark und Erdbeeren vermischen.
12. Die Biskuitrolle wieder entrollen und das Backpapier abziehen.
13. Die Füllung auf den Biskuit streichen, diesen wieder aufrollen und idealerweise 2-3 Stunden im Kühlschrank kaltstellen.
14. Die Rolle, wenn gewünscht, mit Puderzucker bestreuen und mit den Erdbeerhälften dekorieren.
Mittwoch, 15. Juni 2016
Katzenkissen - Anleitung
Auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für meine Schwester stieß ich auf diese Anleitung für ein Körnerkissen in Katzenkopfform. Die Idee gefiel mir gut, allerdings dachte ich, dass sie eher ein Sofakissen gebrauchen könnte. Vom Original sind so letztendlich nur die Form und die aufgemalten, geschlossenen Augen geblieben. Wer also ein Körnerkissen gebrauchen kann oder verschenken möchte, folge dem Link, für ein Katzensofakissen bitte hier entlang:
Material:
- 50 cm einfarbiger Stoff (z.B. Baumwolle oder Leinen)
- farblich passendes Garn für die Nähmaschine
- Stickgarn für die Nase (z.B. Orange oder Pink)
- 40x40 cm großes Kissen (mit Watte gefüllt)
- schwarzer Stoffmalstift
- Papier für das Schnittmuster (z.B. Zeitungspapier)
- Nähmaschine
- Nähnadel (für die Nase)
- Schere
- Schneiderkreide (oder weicher Bleistift)
- Stecknadeln
- Lineal und Geodreieck
1) Aus dem Papier für das Schnittmuster ein 40x40 cm großes Quadrat schneiden, dieses in der Mitte falten und die folgende Skizze darauf übertragen (die offene Seite liegt links):
2) Die Form entlang der durchgezogenen Linien ausschneiden und wieder aufklappen.
3) Für das Vorderteil der Kissenhülle das so entstandene Schnittmuster auf der linken Seite auf den Stoff stecken, mit der Schneiderkreide umranden um die Form auf den Stoff zu übertragen und dann ausschneiden, dabei rundherum eine Nahtzugabe von mindestens 1 cm lassen.
4) Da die Kissenhülle keinen Reißverschluss oder Knöpfe oder sonst einen Verschluss hat besteht die Rückseite aus einem unteren und einem oberen Teil, die sich überlappen. Für den oberen Teil der Rückseite den abgerundeten unteren Teil des Schnittmusters hochklappen (siehe nächstes Bild) und nur diese Form mit einer Nahtzugabe die der des Vorderteils entspricht ausschneiden.
Für den unteren Teil der Rückseite das Schnittmuster so falten, dass die Spitzen der Ohren die bei der letzen Faltung enstandene Linie berühren, ebenfalls auf den Stoff stecken und mit Nahtzugabe ausschneiden.
5) Die untere Kante des oberen Rückseitenteils und die obere Kante des unteren Rückseitenteils etwa 1 cm breit zwei Mal umschlagen und mit der Nähmaschine einmal darüber steppen.
6) Die drei Teile in der folgenden Reihenfolge aufeinanderlegen und feststecken:
- Das Vorderteil mit der rechten Seite nach oben vor sich legen
- Darauf, mit der linken Seite nach oben das obere Teil der Rückseite
- Zuletzt, ebenfalls mit der linken Seite nach oben das untere Teil der Rückseite
7) Das Ganze umdrehen und entlang der anfangs mit Schneiderkreide aufgemalten Linie nähen, die Nahtzugaben auf etwa einen halben Zentimeter zurückschneiden und mit Zickzackstich versäubern.
8) Um das Kissen in die richtige Form zu bringen das Schnittmuster darauf feststecken, dabei darauf achten, dass die äußeren Kanten des Musters an den Nähten des Kissens anliegen. Die Form mit Filzstift auf das Kissen übertragen.
9) An einer der unteren Ecken (die, die nicht die Ohren werden) das Kissen aufschneiden und etwas Füllwatte entnehmen
10) Die Watte so zurechtdrücken, dass das Kissen außerhalb der Markierungen leer ist, dann mit der Nähmaschine entlang der Markierungen nähen, dabei das Kissen platt drücken.
11) Überschüssigen Stoff bis auf eine Nahzugabe von ca. 5 mm abschneiden und dann mit dem Zickzackstich versäubern.
12) Die Kissenhülle auf rechts drehen, das Kissen hineinstecken und mit Schneiderkreide oder Bleistift die Stellen für die Nase und die Augen markieren (die Nase etwa in der Mitte, die Augen leicht darüber).
13) Kissen wieder aus der Hülle nehmen, für die Nase ein kleines gefülltes Dreieck sticken, für die geschlossenen Augen Halbkreise zeichnen, unterhalb der Nase den Mund Zeichnen (siehe Bilder).
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Donnerstag, 12. Mai 2016
So schnell geht das
In diesem Zeitraffervideo lässt sich das Entstehen meines Meisendrucks bewundern (um wirklich gut etwas erkennen zu können ist es empfehlenswert sich das Video im Vollbildmodus anzusehen). Die Schablonen waren schon fertig, darum beginnt der Prozess mit dem Erstellen eines Rasters auf dem Stoff um Anhaltspunkte für das Platzieren der Vögel zu haben.
Donnerstag, 5. Mai 2016
Mehr Sommerkleider!
Diese Kleider sind mit der Anleitung für ein "reversible shift dress" der australischen Näh-Bloggerin Rin entstanden. Sie erklärt in einer vierteiligen Videoanleitung sehr ausführlich wie man den Schnitt anhand der eigenen Maße erstellt und dann das Kleid näht. Da ich von diesen beiden leichten Baumwollstoffen nur noch jeweils knapp einen Meter übrig hatte und schon länger etwas daraus machen wollte war diese Anleitung ideal. Das karierte Kleid war zuerst mein Schnittmustertest, aber mit ein paar Veränderungen ist auch der tragbar geworden. Verändert habe ich nur drei Dinge:
- Für mich war von Anfang an klar, dass ich den V-Ausschnitt immer auf dem Rücken tragen würde, so ohne Abnäher war das Rückenteil aber viel zu weit, daher habe ich die in der Anleitung E genannte Linie um 2,5 cm versetzt um so das Rückenteil insgesamt 5 cm schmaler zu machen.
- Die äußeren Nähte habe ich nicht ganz gerade gelassen sondern zur Taille hin etwa einen Zentimeter schmaler gemacht.
- Beim zweiten Kleid habe ich den V-Ausschnitt am Rücken weggelassen, die Änderung an der Breite aber beibehalten.
Mit etwas Näherfahrung sind die Kleider sehr schnell fertig gestellt, ich würde die Anleitung aber auch Anfängern empfehlen.
Sonntag, 10. April 2016
Manchmal muss nur jemand "Blaumeisen" sagen
Vor ein paar Wochen war mir danach, mal wieder Stoff zu bedrucken, ich hatte aber keine gute Idee für ein Motiv. Ich fragte also Laura, die sagte sie könnte eine Tasche gebrauchen, bunt sollte sie sein und frühlingshaft, und ein paar Assoziationen später kam sie dann auf die Blaumeisen. Inzwischen habe ich drei mit dem Blaumeisenmuster bedruckte Taschen genäht und das Motiv sowie auch die schrägen Enden der Träger sind immer gut angekommen.
Die Jeansshorts habe ich gestern fertig gestellt und da kleine Vögel mit ihrer Leichtigkeit ja tatsächlich ein gutes und beliebtes Frühlings- und Sommermotiv sind, hat auch auf einer der hinteren Hosentaschen einer von ihnen Platz genommen.
Eins der schönsten Dinge, die man zu dieser Jahreszeit machen kann, ist meiner Meinung nach viele Fotos von Blumen, blühenden Bäumen und dem zarten Grün von Pflanzen zu machen - einfach rausgehen und mit der Kamera draufhalten :D mehr von meinen Fotos, nicht nur von Frühblühern, gibt es hier.
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Freitag, 25. März 2016
Geschenkverpackung mit Wimpelgirlande
Nachdem ich letzte Woche mehrere Einkaufstaschen genäht hatte, wollte ich eine davon als Geschenk verpacken. Da die Nähmaschine noch vor mir auf dem Tisch stand, habe ich kurzerhand auch noch die Geschenkverpackung zusammengenäht. Das war sehr schnell gemacht und kam bei der Beschenkten gut an.
Dazu braucht man:
- Packpapier
- Stoffreste in verschiedenen Farben und Mustern (geht bestimmt auch mit Papier)
- Schere
- Bleistift
- Klebestift
- Nähmaschine, Garn
- weitere Deko (optional)
1. Aus dem Packpapier zwei gleich große Rechtecke ausschneiden, die zusammengelegt den zu verpackenden Gegenstand großzügig umschließen.
2. Aus den Stoffresten kleine Wimpel ausschneiden, die Anzahl hängt von der Größe des Geschenks und der Verpackung ab.
3. Auf einem der Packpapierrechtecke im oberen Drittel den Verlauf der Girlande dünn mit Bleistift vorzeichnen, die Wimpel auf die Linie kleben (mit dem Klebestift immer nur kleine Klebepunkte an der oberen Kante machen, damit sie nachher noch flattern).
4. An der Nähmaschine die größte Stichlänge einstellen und nahe der oberen Kante einmal über die Wimpel steppen.
5. Die Packpapierrechtecke aufeinanderlegen und an drei Seiten zunähen.
6. Das Geschenk in die Tüte stecken und die letzte offene Seite zunähen.
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