Donnerstag, 5. Mai 2016

Mehr Sommerkleider!




Diese Kleider sind mit der Anleitung für ein "reversible shift dress" der australischen Näh-Bloggerin Rin entstanden. Sie erklärt in einer vierteiligen Videoanleitung sehr ausführlich wie man den Schnitt anhand der eigenen Maße erstellt und dann das Kleid näht. Da ich von diesen beiden leichten Baumwollstoffen nur noch jeweils knapp einen Meter übrig hatte und schon länger etwas daraus machen wollte war diese Anleitung ideal. Das karierte Kleid war zuerst mein Schnittmustertest, aber mit ein paar Veränderungen ist auch der tragbar geworden. Verändert habe ich nur drei Dinge:

  • Für mich war von Anfang an klar, dass ich den V-Ausschnitt immer auf dem Rücken tragen würde, so ohne Abnäher war das Rückenteil aber viel zu weit, daher habe ich die in der Anleitung E genannte Linie um 2,5 cm versetzt um so das Rückenteil insgesamt 5 cm schmaler zu machen. 
  • Die äußeren Nähte habe ich nicht ganz gerade gelassen sondern zur Taille hin etwa einen Zentimeter schmaler gemacht.
  • Beim zweiten Kleid habe ich den V-Ausschnitt am Rücken weggelassen, die Änderung an der Breite aber beibehalten.





Mit etwas Näherfahrung sind die Kleider sehr schnell fertig gestellt, ich würde die Anleitung aber auch Anfängern empfehlen.

Sonntag, 10. April 2016

Manchmal muss nur jemand "Blaumeisen" sagen



Vor ein paar Wochen war mir danach, mal wieder Stoff zu bedrucken, ich hatte aber keine gute Idee für ein Motiv. Ich fragte also Laura, die sagte sie könnte eine Tasche gebrauchen, bunt sollte sie sein und frühlingshaft, und ein paar Assoziationen später kam sie dann auf die Blaumeisen. Inzwischen habe ich drei mit dem Blaumeisenmuster bedruckte Taschen genäht und das Motiv sowie auch die schrägen Enden der Träger sind immer gut angekommen.







Die Jeansshorts habe ich gestern fertig gestellt und da kleine Vögel mit ihrer Leichtigkeit ja tatsächlich ein gutes und beliebtes Frühlings- und Sommermotiv sind, hat auch auf einer der hinteren Hosentaschen einer von ihnen Platz genommen.



Eins der schönsten Dinge, die man zu dieser Jahreszeit machen kann, ist meiner Meinung nach viele Fotos von Blumen, blühenden Bäumen und dem zarten Grün von Pflanzen zu machen - einfach rausgehen und mit der Kamera draufhalten :D mehr von meinen Fotos, nicht nur von Frühblühern, gibt es hier.

Freitag, 25. März 2016

Geschenkverpackung mit Wimpelgirlande


Nachdem ich letzte Woche mehrere Einkaufstaschen genäht hatte, wollte ich eine davon als Geschenk verpacken. Da die Nähmaschine noch vor mir auf dem Tisch stand, habe ich kurzerhand auch noch die Geschenkverpackung zusammengenäht. Das war sehr schnell gemacht und kam bei der Beschenkten gut an.

Dazu braucht man:
  • Packpapier
  • Stoffreste in verschiedenen Farben und Mustern (geht bestimmt auch mit Papier)
  • Schere
  • Bleistift 
  • Klebestift
  • Nähmaschine, Garn
  • weitere Deko (optional)

1. Aus dem Packpapier zwei gleich große Rechtecke ausschneiden, die zusammengelegt den zu verpackenden Gegenstand großzügig umschließen.

2. Aus den Stoffresten kleine Wimpel ausschneiden, die Anzahl hängt von der Größe des Geschenks und der Verpackung ab.

3. Auf einem der Packpapierrechtecke im oberen Drittel den Verlauf der Girlande dünn mit Bleistift vorzeichnen, die Wimpel auf die Linie kleben (mit dem Klebestift immer nur kleine Klebepunkte an der oberen Kante machen, damit sie nachher noch flattern).

4. An der Nähmaschine die größte Stichlänge einstellen und nahe der oberen Kante einmal über die Wimpel steppen.

5. Die Packpapierrechtecke aufeinanderlegen und an drei Seiten zunähen.

6. Das Geschenk in die Tüte stecken und die letzte offene Seite zunähen.


Donnerstag, 25. Februar 2016

Ein seltsames Paar - Kurzanleitungen für zwei schnelle Nähprojekte

 Außer dem elastischen Bund und der Tatsache, dass sie beide relativ schnell fertig gestellt sind haben die Gemütliche Hose für zu Hause und der Petticoat wohl nicht viel gemeinsam. Sie teilen sich diesen Eintrag daher nur, weil ich sie beide diese Woche genäht habe.




Für eine Gemütliche Hose braucht man:

  • etwa 150 cm (140 cm Breite) eines angenehm weichen und elastischen Stoffs, ich habe Nicki verwendet) 
  • wenn gewünscht, Futterstoff für die Innenseiten der Taschen
  • etwa 20 cm elastischen Baumwollbund 
  • Schneiderkreide, Schere, Nähmaschine, Stecknadeln, Garn
  • ein Schnittmuster für eine weite Hose (erfahrene und/oder abenteuerlustige Näher_innen können auch einfach den Schnitt einer Pyjama- oder Jogginghose kopieren)

Die Hosenteile auf die Rückseite des Stoffs aufzeichnen (dabei darauf achten, ob der Stoff eine Strichrichtung hat, da ich nicht daran gedacht habe und möglichst stoffsparend die Beine versetzt zueinander ausgeschnitten habe lässt sich meine Hose jetzt vorne nach unten und hinten nach oben streichen. Da der Stoff stark changiert sind Vorder- und Rückseite auch deutlich unterschiedlich in der Farbe :D), ausschneiden, nach Anleitung und/oder Erfahrung zusammennähen und zuletzt oben den  Baumwollbund (einmal zusammengefaltet) und unten an den Hosenbeinen Bündchen aus den Hosentstoff annähen.





Material und Werkzeug für den Petticoat (Größe ca. 34/36, Länge 44 cm):

  • etwa 1 m Tüll (140 cm Breite) 
  • farblich passenden Futterstoff (oder anderen leichten, glatten Stoff)
  • Gummizug
  • Schere, Lineal, Geodreick, Stück Pappe (DIN A3), Nähmaschine, Garn, eventuell Bügeleisen

Ich habe mich beim Zuschneiden und Nähen an dieser Anleitung orientiert. Mein Petticoat ist 44 cm lang (unterer Ring 19 cm , oberer Ring 18 cm, das Bündchen 7 cm, jeweils ohne Nahtzugaben), der in der verlinkten Anleitung scheint wesentlich länger zu sein, die Länge lässt sich also individuell an das Kleid, das darüber getragen werden soll anpassen.

1. Zuschneiden: den Tüll in fünf, jeweils 140 x 20 cm große Streifen schneiden, dazu einfach von der Pappe einen 20 cm breites Stück abschneiden, dies auf den Stoff legen, daran entlangschneiden, dann die Pappe weiterschieben und wieder schneiden. Aus dem Futterstoff einen 14 x 95 cm (etwas mehr als Hüftumfang) Streifen schneiden.

2. Nähen: zuerst drei der Tüllstreifen an den kurzen Seiten aneinander nähen sodass ein knapp 420 cm langer Streifen entsteht. Die zwei übrigen Streifen genauso aneinander nähen, dann etwa 60 cm abschneiden, es bleibt ein 210 cm langer Streifen übrig. Etwa 1/2 - 3/4 cm von der oberen Kante entfernt mit langer Stichlänge über die gesamte länge des langen Tüllstreifens steppen, dann durch Ziehen an einem Faden der Naht raffen bis die obere Kante nur noch halb so lang (210 cm) ist, diese dann auf die untere Kante des zweiten Streifens steppen und mit dessen oberer Kante wie mit der des ersten Streifens verfahren, bis sie nur noch 95 cm lang ist.
Die untere Kante des Stoffs für das Bündchen zwei Mal einen halben Zentimeter umschlagen, darüber bügeln (oder mit Nadeln feststecken), dann nähen. zwei Tunnel für den Gummizug nähen (Anleitung wie man einen Tunnelzug macht zum Beispiel hier), sodass das Bündchen zum Schluss noch die gewünschte Breite (bei mir 7 cm) hat. Die obere Kante des zweiten Tüllstreifens auf die untere Kante des Bündchens steppen. Anders als in der verlinkten Anleitung habe ich erst jetzt die Streifen zu Ringen, bzw. zum fertigen Rock geschlossen, weil ich das einfacher fand. Den Rock also bis zum Bündchen durch eine Naht schließen, den Gummizug durch die Tunnel ziehen und dann auch das Bündchen schließen. Fertig :)




Herzen verschenkt


Zwei schnelle Projekte für zwischendurch, die sich hervoragend zum Verschenken eignen:

  • ein in einer kleinen Herzform gebackener Rührkuchen, mit Zuckerguss, Streudekor und Kerzen verziert
  •  Ein Flettehjerte (Schablone hier), dänischer Weihnachtsbaumschmuck in einer Frühlingsvariante, einfach so als Dekoration oder auch als Geschenkanhänger zu verwenden











Donnerstag, 28. Januar 2016

Vorfreude auf den nächsten Sommer...


Ich hatte schon länger vor, den Schnitt eines Kleides, das ich im vergangenen Sommer gekauft hatte zu kopieren und letztes Wochende habe ich endlich einen geeigneten Stoff gefunden. Was mir an dem Kleid besonders gut gefällt ist, wie es durch den dünnen und gleichzeitig relativ schweren Viskosestoff fällt, daher war es mir wichtig ein ähnliches Material zu finden. Das Oberteil ist recht weit und daher an warmen Tagen angenehm zu tragen und wird, wie auch der Rock, durch den im Rücken eingenähten Gummizug schön gerafft. Den Ausschnitt habe ich im Rücken im Vergleich zum Originalkleid verändert, wodurch er leider nicht mehr ganz so gut sitzt, trotzdem bin ich sehr zufrieden damit, wie mir das Einfassen und das kleine Detail mir dem Knopf und dem Riegel gelungen sind.

Dienstag, 26. Januar 2016

Schneller Bilderrahmen



Letzte Woche brauchte ich einen Rahmen für einen kleinen Fotoabzug (9x13cm) der sich an meinem Spiegel befestigen lässt. Das Ergebnis ist dieses durchaus hübsche und auch praktische Stück (ist leicht genug um von einer Stecknadel gehalten zu werden und lässt sich daher vielerorts anbringen), hier die Anleitung:


Material:
  • Mobilefolie
  • Tonpapier
  • stabile Pappe
  • Dekoklebeband aus Stoff oder anderes (schönes) Klebeband
  • doppelseitiges Klebeband
  • kurzes Stück Band (Wollrest, Zwirn, o.ä.)

Werkzeug
  • Schere
  • Lineal und Geodreieck
  • Bleistift
  • Büroklammern

1) Aus Mobilefolie, Tonpapier und Pappe Rechtecke ausschneiden, deren Kantenlängen jeweils 2-3mm länger sind als die des zu rahmenden Fotos.

2) Zuerst nur eine der kurzen Seiten der Mobilefolie (bei Quadrat egal) mit dem Klebeband einfassen.



3) Das Tonpapier hinter die Folie legen, mit Büroklammern fixieren und durch Einfassen der gegenüberliegenden kurzen Seite Folie und Tonpapier aneinander befestigen.



4) Für die längeren Seiten die Enden des Klebebandes in einem 45° Winkel anschneiden, dabei darauf achten, dass das Klebebandstück lang genug ist (siehe Bild), die überstehenden Ecken abschneiden.


5) Das Rechteck aus der stabileren Pappe vollständig mit doppelseitigem Klebeband bekleben, dabei mittig am oberen Rand eine Aufhängeschlaufe aus dem kurzen Stück Band anbringen.



6) Zum Schluss das Tonpapierrechteck (mit der Rückseite) auf die Pappe kleben. An der kurzen Seite, an der nur die Folie mit dem Klebeband eingefasst ist lässt sich das Foto einschieben.